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05.01.2016 // Freeriden: 5 Tipps für Einsteiger

Fernab von der Piste die Schönheit der Berglandschaft bewundern, die Nähe zur Natur fühlen und Ruhe und Entspannung finden: Das ist es, was Wintersportler am Freeriden so sehr schätzen. Der Spaß und die Freude am Freeriden müssen hier jedoch mit Vorkehrungen zum Schutz der eigenen Sicherheit einhergehen. So kommt weder der Spaß zu kurz noch werden die potenziellen Gefahren unterschätzt. Die wichtigsten fünf Tipps für Freeride-Anfänger finden Sie in diesem Artikel.

 

Tipp #1: Für den Notfall gerüstet

Freeriden – was traumhaft klingt, bedarf allerdings intensiver Vorbereitung, denn die Suche nach der Freiheit ist nicht selten auch mit einigen Gefahren verbunden. Erst recht, wenn Ihre Kentnisse auf den Skiern eingerosten sind oder es Ihnen noch grundsätzlich an Erfahrung fehlt.

Sicherheit ist beim Skifahren ein besonders wichtiger Punkt – egal, ob Sie das Abenteuer nun auf den gut besuchten Pisten oder in der freien Natur suchen.

Bei Freeriden ist die richtige Notfallausrüstung besonders entscheidend. Sie müssen auf Unfälle oder sogar die Gefahr, durch Lawinen verschüttet zu werden, vorbereitet sein. Vor der Abfahrt sollten Sie sich daher ausreichende Kentnisse hinsichtlich des Geländes aneignen und sich über das potenzielle Lawinen-Risiko informieren.

Auch die Teilnahme an Kursen, bei denen das Verhalten im Lawinen-Ernstfall erlernt wird, ist absolut empfehlenswert. Hier erfahren Sie, wie Sie bei der Suche nach Verschütteten korrekt vorgehen oder sich selber in dieser Notsituation verhalten.

Außerdem sind folgende Ausrüstungsgegenstände unersetzlich und müssen zur Standard Notfallausrüstung eines jeden Freeriders gehören:

  • Schaufel
  • Lawinen-Suchgerät (Piepser)
  • Lawinensonde
  • Erste Hilfe Set
  • Handy

 

Tipp #2: Tiefschneefahren – Gar nicht so leicht, wie es aussieht

Wer im offenen Gelände bestehen will, der muss sein Talent als Tiefschneefahrer unter Beweis stellen. Das sieht zwar schön und einfach aus, verlangt Ihnen jedoch perfekte Körperbeherrschung, Gleichgewicht und ein gutes Rhythmusgefühl ab.

Auch die körperliche Belastung ist beim Tiefschneefahren deutlich höher als auf der Piste. Gleichzeitig verlangen die freien Strecken ein schnelles Reaktionsvermögen. Feinheiten, die Sie vor der ersten Tour unbedingt ausgiebig erproben sollten. Erweitern Sie Ihre Fähigkeiten in speziellen Freerider-Kursen, die von vielen Skischulen angeboten werden.

Vor dem ersten Ausflug heißt es also üben, üben, üben und nochmals üben.

 

Tipp #3: Wetterlage richtig einschätzen

Wetterlage richtig einschätzenWetterberichte und Lawinenlage geben Aufschluss über die aktuellen Gegebenheiten im Tourgebiet. Daher ist es wichtig, sich vor dem Aufbruch ins Gelände, über unterschiedliche Faktoren, die zum Beispiel Schneebeschaffenheit, Temperatur und Windrichtung betreffen, zu informieren.

Mittlerweile gibt es sogar Apps, die Sie über die Lage im Gebiet informieren. Zu Beginn sollten Sie aber auf die Erfahrungswerte eines echten Profis bauen, der weiß, wie die Wetterlage richtig einzuschätzen ist.

 

Tipp #4: Niemals allein

Als Freerider ist man grundsätzlich nie allein unterwegs, sondern gemeinsam in einer Gruppe. So stellen Sie sicher, dass Ihnen in einer Notsituation Hilfe zukommt – außerdem ist geteilte Freude über die Erlebnisse immer doppelte Freude.

Dabei gilt natürlich, niemals in einer größeren Gruppe auf einer Abfahrt unterwegs zu sein. Das bringt Sie nämlich erneut in Gefahr, da das Risiko eine Lawine auszulösen, steigt.

 

Tipp #5: Auf die richtige Ausrüstung kommt es an

Vor der Tour sollten Sie Ihre Skiausrüstung erneut prüfen, um sicherzustellen, dass diese auf das Freeride-Gebiet abgestimmt ist. Achten Sie dabei auf den Sitz der Skischuhe oder auch den des Fellbezugs Ihrer Skier. Haben Sie sich für die richtige Sportausrüstung entschieden oder bedarf diese vor Aufbruch einer Optimierung?

Freerider mit Erfahrung oder Profis in den Verkaufstellen können Sie perfekt beraten und Sie vor unliebsamen Überraschungen während der freien Fahrt bewahren.

Wer als blutiger Anfänger bei der freien Skifahrt diese Punkte beherzigt, fährt auf jeden Fall schon mal auf der sicheren Seite. Vorbereitung ist also das A und O – ebenso wie die richtige Einschätzung der eigenen Fähigkeiten. So wird das abenteuerliche Freeriden für Sie auch als Anfänger zu einem unvergesslichen Erlebnis ohne unangenehmen Beigeschmack.

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