Schnellanfrage

07.06.2015 // Aufgetischt: Rezept für Tiroler Kaspressknödel

Was dem Deutschen sein Kloß ist, ist dem Alpenländer sein Knödel. Kaum ein anderes Lebensmittel erfreut sich in Tirol so großer Beliebtheit. Vor allem die herzhaften Kaspressknödel sind ein Klassiker auf den Speisekarten der Almhütten. Kein Wunder: Das Gericht gehört seit Generationen zur Esskultur unserer Region, wobei es durchaus kleine Unterschiede gibt – vor allem bei den verwendeten Käsesorten, hat jeder seinen Favoriten. Das Grundrezept ist jedoch überall gleich und leicht nachzukochen.

 

Ein Stück Tradition aus der Pfanne

Kaspressknödel sind nicht rund wie andere Knödel, sondern werden nach dem Kneten des Teiges erst wie ein Ball geformt und anschließend platt gedrückt. Dadurch lassen sie sich besser in der Pfanne braten, bis sie von beiden Seiten goldbraun sind. Die fertigen Knödel werden entweder als Suppeneinlage oder zusammen mit Salat oder Sauerkraut serviert. Sie sind im westlichen Österreich auf jeder Speisekarte zu finden. Vor allem ihre leichte Zubereitung und die einfachen Zutaten, die man eigentlich immer im Haus hat, aber natürlich auch der Geschmack, sorgen für die Beliebtheit des Gerichts.

Die Zubereitung der Kaspressknödel ist nicht besonders schwer – und will trotzdem gelernt sein. Das Rezept wird von Generation zu Generation weitergegeben und jeder Tiroler kennt den Geschmack der käsigen Knödel bereits aus seiner Kindheit.

 

Zutaten und Zubereitung: regionale Unterschiede bei der Wahl des Käses


Um die Kaspressknödel herzustellen, benötigen Sie folgende Grundzutaten:

  • 300 g Knödelbrot
  • 150 g Käse
  • 1 Zwiebel
  • 100 g Butter
  • 100 ml Milch
  • 4 Eier
  • Salz
  • Pfeffer
  • Majoran
  • 1/2 Bund fein geschnittene Petersilie
  • Evtl. Mehl zum Binden

Bei der Wahl des Käses gibt es regionale Unterschiede. Während Salzburger beispielsweise auf Bierkäse setzen, schwören Tiroler auf einen würzigen Berg- oder Graukäse. Auch andere Käsesorten eignen sich zur Produktion von Kaspressknödeln. In einigen Rezeptvarianten werden Sie zum Beispiel ermutigt, Gorgonzola zu verwenden. Bei der Wahl des Käses entscheidet jedoch letztendlich der eigene Geschmack. Probieren Sie ruhig unterschiedliche Sorten aus, bis Sie Ihren Liebling gefunden haben. Übrigens: Auch bei den Gewürzen scheiden sich die Geister. Wer keinen Majoran mag, kann auch Schnittlauch verwenden.

Für die Zubereitung der Kaspressknödel orientieren Sie sie einfach an den folgenden acht Schritten:

  1. Schneiden Sie die Zwiebel in sehr feine Würfel und braten Sie diese in der Butter an.
  2. Vermischen Sie das Knödelbrot und den Käse.
  3. Geben Sie die Zwiebeln, die Milch, die Eier sowie die Gewürze hinzu.
  4. Vermengen Sie alles gut mit den Händen oder einem Knethaken, bis eine homogene Masse entsteht.
  5. Ist diese zu flüssig, verwenden Sie etwas Mehl zum Binden.
  6. Ist sie zu trocken, fügen Sie noch einen Schluck Milch hinzu
  7. Formen Sie aus der Masse Knödel und drücken Sie sie platt.
  8. Braten Sie die Kaspressknödel in ausreichend Öl in einer Pfanne, bis beide Seiten goldbraun sind.

 

Sie werden in regionalen Kochbüchern und im Internet zahllose verschiedene Rezepte mit anderen Zutaten oder Mengenangaben finden. Die Zubereitung ist in der Regel jedoch immer gleich.

Traditionelle Küche im Alpin Life Hotel Gebhard in Fiss
Nach einem Tag auf der Piste oder dem Wanderweg freut sich jeder auf die Einkehr in eine der vielen Alm-Hütten. Wenn Sie ein typisches Tiroler Gericht essen und somit auch die kulinarische Seite der Region kennenlernen wollen, seien Ihnen hiermit die Kaspressknödel wärmstens ans Herz gelegt. Die Tradition dieses Gerichts sorgt dafür, dass jeder einzelne Knödel mit ganz viel Liebe zubereitet wird – und das schmeckt man.

0 Kommentare

Kommentar schreiben