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07.06.2015 // 10 Tipps für sicheres Bergwandern

Wandern, vor allem in den Bergen, ist anstrengend, fast schon ein Sport. Da braucht es in jedem Fall einen gewissen Fitnesslevel, um es bis zum Gipfel zu schaffen. Jeder Wanderer sollte sich deshalb vor Beginn der Tour fragen: Bin ich fit genug und habe ich alles gedacht? Orientieren Sie sich dabei einfach an den folgenden zehn kleinen Tipps und Tricks für ein sicheres Wanderabenteuer, die wir für Sie zusammengestellt haben.  

 

Tipp #1: Fit und gesund starten

Bei Ihnen ist eine Bergtour geplant, Sie sind jedoch gesundheitlich angeschlagen? Dann sollten Sie das Vorhaben lieber verschieben. Gehen Sie nur wandern, wenn Sie körperlich wirklich fit sind, denn:

  • Der Körper wird einer großen Belastung ausgesetzt.
  • Herz und Kreislauf müssen einiges leisten.
  • Die Muskulatur wird stark beansprucht (vor allem bei Steigungen und Gefälle).

Die körperlichen Voraussetzungen sind wichtig, um der Belastung standzuhalten, da es sonst schneller als gedacht zu Herz- und Kreislaufproblemen kommen kann.

 

Tipp #2: Optimale Planung ist wichtig

Organisieren Sie sich vor dem Start Wanderkarten und andere Lektüren, die Sie auf Ihr Vorhaben einstimmen und vorbereiten. Empfehlenswert ist, mit einem Experten über die Höhendifferenzen, die Schwierigkeitsgrade und Länge der Strecken zu sprechen. Haben Sie alle Infos zusammengetragen, können Sie mit Ihrer Tourenplanung beginnen – und schwierige und anstrengende Passagen umgehen, statt direkt auf sie zu zusteuern.

 

Tipp #3: Perfektes Equipment

Wandertipps vom Alpin Life Hotel Gebhard in Fiss

Der Wanderrucksack ist wie ein Schweizer Messer – er beinhaltet alles, was Sie auf Ihrer

Wandertour benötigen. Eine Erste-Hilfe-Ausrüstung ist dabei das A und O, denn auch kleinere Verletzungen unterwegs, sollten entsprechend behandelt werden.

Auch ein aufgeladenes Mobiltelefon für unterwegs ist keine schlechte Idee, um gegebenenfalls Hilfe zu rufen. Grundsätzlich gilt: Je besser Sie auf Notfälle vorbereitet sind, desto sicherer sind Sie. Achten Sie jedoch darauf, den Rucksack nicht zu überfüllen, da das zusätzliche Gewicht auf Dauer doch sehr anstrengend ist.

 

Tipp #4: Passende Kleidung

Ein Sprichwort sagt: „Schlechtes Wetter gibt es generell nicht. Es gibt nur Kleidung, die unpassend ist.“ Und das stimmt. In den Bergen müssen Sie mit schnell wechselnden Wetterlagen rechnen. Nehmen Sie deshalb passende Kleidung mit, achten Sie auf Sonnen- und Regenschutz und packen Sie auch im Sommer einige wärmere Stücke ein, falls das Wetter ungeahnt abgekühlt.

Und ganz wichtig: Zum Wanderoutfit gehört natürlich auch der richtige Schuh. „Richtig“ bedeutet hier: Der Schuh muss perfekt passen, idealerweise bereits eingelaufen und wasserdicht sein sowie über eine rutschfeste Sohle verfügen.

 

Tipp #5: In kleinen Gruppen unterwegs

Gehen Sie am besten nie alleine, sondern in einer Gruppe wandern. Sollte Ihnen etwas passieren, ist Hilfe weit entfernt. So ist immer jemand für Sie da, der helfen und einen Arzt (oder die Bergwacht, wenn nötig) rufen kann. Das klingt alles sehr weit entfernt – wenn es jedoch soweit kommt, werden Sie froh sein, dass Sie nicht alleine sind.

 

Tipp #6: Auf markierten Wegen bleiben

Es ist ganz entscheidend, dass Sie während der Bergwandertour die markierten Wege nicht verlassen, denn: Weichen Sie von den bekannten Routen ab, verlieren Sie schnell die Orientierung. Außerdem besteht erhöhte Absturz-, Steinschlag und Lawinengefahr. Ein Risiko, das Sie nicht leichtfertig in Kauf nehmen sollten.

 

Tipp #7: Sind Kinder dabei? Gehen Sie die „leichten“ Routen

Insbesondere, wenn sich Kinder in Ihrer Wandergruppe befinden, sollten Sie auf schwieriges Gelände verzichten. Kinder sind sehr entdeckungsfreudig – nehmen sie einmal reißaus, kann es schnell zu einem Unfall kommen. Sprechen Sie mit den Kleinen vor dem Beginn der Wandertour auch über die Gefahren und bleiben Sie auf den leichten und sicheren Strecken. Dann wird aus dem Familienausflug sicher eine wundervolle Bergtour.

 

Tipp #8: Regelmäßige Pausen einlegen

Pausen sind das A und O während einer Bergwandertour. Sie müssen stets gestärkt sein und für ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen. Mit genügend Proviant halten Sie die Konzentration aufrecht und steigern zusätzlich Ihre Leistung. Müsliriegel und isotonische Getränke sind optimal für eine Rast zwischendurch.

 

Tipp #9: Schritt für Schritt durch schwieriges Gelände

Wenn schwierige Passagen vor Ihnen liegen, sollten Sie jeden Schritt „richtig“ setzen, optimales Schuhwerk tragen und jede Menge Konzentration mitbringen, denn: Ausrutschen und Stolpern zählen zu den häufigsten Unfallursachen. Sie lassen sich jedoch mit genügend Konzentration vermeiden.

 

Tipp #10: Warnsignale beachten und Hilfe rufen

Gesundheitliche Beschwerden während des Wanderns sind keine Seltenheit, denn die Anstrengung wird leicht überschätzt. Unabhängig von Ihrem Fitnessstand und der Erfahrung, sollten Sie Warnzeichen Ihres Körpers, wie Stechen im Brustbereich, Atemnot oder plötzliche Müdigkeit nicht einfach ignorieren. Verstärken sich die Beschwerden auch nach einer Rast, brechen Sie die Tour ab und suchen Sie ärztliche Hilfe auf. Nur, um sicherzugehen.


Das Wandern in den Bergen ist mit Sicherheit ein unvergesslich schönes Erlebnis – vor allem die Regionen rund um Fiss, Tirol bietet einzigartige Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Achten Sie jedoch darauf, sich nicht zu überschätzen und bereiten Sie Ihre Wandertour optimal vor. Denn nur so wird der Tag in den Bergen zu einem Highlight in Ihrem Urlaubskalender.

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