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07.06.2015 // Die richtige Mountainbike-Technik: So soll das aussehen!

Outdoor-Sport in den Bergen ist rasant und actionreich und kann leider auch, wenn man die Techniken nicht richtig beherrscht, gefährlich sein. Das gilt vor allem für das Mountainbiking. Das Beherrschen von Grund- und einigen Spezial-Techniken ist neben der richtigen Ausrüstung inklusive Helm und Protektoren auf den holprigen und steilen Stecken unverzichtbar.

Das A und O: Die Beherrschung der Grundposition

Die Grundposition beim Mountainbiking sieht vor, dass Sie sich vom Sattel aufrichten und Ihr Körpergewicht gleichmäßig auf die beiden waagerecht

stehenden Pedale verteilen. Die Knie knicken Sie leicht ein, um Schläge besser abfedern zu können. Die Hände umgreifen den Lenker fest, die Zeigefinger liegen stets einsatzbereit auf den Bremsen. Die Ellbogen zeigen nach außen. Wenn Sie diese Position richtig halten und vor der ersten Fahrt trainieren, ist es nach kurzer Zeit kein Problem für Sie, das Gleichgewicht im Stand zu halten.

 

Keine Selbstverständlichkeit: Richtiges Bremsen und Lenken

Wenn Sie die Grundposition beherrschen, ist es wichtig, dass Sie auch richtig bremsen und lenken – was wie eine Banalität wirkt, ist jedoch ganz entscheidend, um sicher durch das Gelände zu biken.

Entgegen der Gewohnheit vieler Fahrrad-Fahrer bremst man beim Mountainbiking nie mit der gesamten Hand. Stattdessen verwendet man lediglich die Zeigefinger für die Betätigung der Vorder- und Rückbremsen. Das hat verschiedene Gründe:

  • Setzt man mehrere oder alle Finger ein, riskiert man, den Lenker nicht mehr fest im Griff zu haben.
  • Darüber hinaus ist der Bremsvorgang mit einem Finger wesentlich gefühlvoller und kann besser dosiert werden.
  • Betätigen Sie stets beide Bremsen gleichmäßig stark und verlagern Sie Ihr Gewicht nach hinten, um einen Kontrollverlust zu vermeiden.

 

Auch richtiges Lenken will gelernt sein. In den Bergen begegnen Ihnen häufig enge Kurven. Kombiniert mit starken Gefällen und hohen Geschwindigkeiten kann das schnell zu Schwierigkeiten führen. Um einen möglichst engen Kurven-Radius zu fahren, empfiehlt es sich, den Lenker in die entsprechende Richtung zu drücken und sich wie im Motorradsport in die Kurve zu legen. Hierbei gilt jedoch: Nicht übertreiben und keinen Kontrollverlust riskieren.

 

Ab ins Gelände: Hindernisse und Absätze richtig meistern

Wer sich ein Mountainbike kauft, ist damit im schwierigen Gelände bestens aufgehoben. Logisch, dass sich Ihnen dort gelegentlich auch größere Hindernisse oder Absätze entgegenstellen, die es zu überwinden gilt. Mit der richtigen Technik gelingt Ihnen das, ohne vom Fahrrad absteigen zu müssen.

Das Überwinden eines Hindernisses wird auch als „Bunny Hop“, also „Hasen-Sprung“, bezeichnet. Wenn Sie ein Hindernis sehen, gilt es, folgende Schritte zu befolgen:

  1. Bringen Sie Ihren Körper in eine waagerechte Position.
  2. Knie und Ellbogen werden stark gebeugt.
  3. Seien Sie besonders bremsbereit.
  4. Richten Sie Ihren Blick gezielt auf das Hindernis.
  5. Im richtigen Moment abspringen (dieses Gespür entwickelt sich mit Ihrer Mountainbike-Erfahrung).
  6. Beine stoßartig durchstrecken, den Oberkörper aufrichten und den Lenker nach oben hinten ziehen, das Hinterrad schiebt sich nach vorn und das Vorderrad hebt ab.
  7. Verlagerung des Gewichts nach vorn oben (um zu vermeiden, nach hinten umzufallen).
  8. Lenker am höchsten Punkt des Sprungs nach vorn drücken, Hinterrad hebt ab.

 

Um einen Absatz (oder eine Treppe) richtig zu befahren, gilt es, das Gewicht Mountainbiketipps vom Alpin Life Hotel Gebhardstark nach hinten zu verlagern. Schläge werden durch die Gabel des Mountainbikes und eingeknickte Knie abgefedert. Die perfekte Schwerpunktverlagerung erhalten Sie, indem Sie den Po nach hinten schieben und eine starke Körperspannung aufbauen. Bremsen Sie leicht und gleichmäßig ab, um die Kontrolle über das Mountainbike zu behalten, und normalisieren Sie Ihre Körperhaltung erst, wenn auch das Hinterrad wieder auf einer Ebene steht.


Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Lassen Sie sich deswegen nicht demotivieren, wenn eine der vorgestellten Techniken nicht direkt von Beginn an funktioniert. Das Erfolgsrezept ist einfach: Üben, üben, üben. Meist ist es die Erfahrung, die aus einem guten, einen richtig guten Mountainbiker macht. Doch auch, wenn Sie alle Techniken aus dem Effeff beherrschen, gilt immer: Safety first. Helm und Protektoren für Gelenke, Schienbeine und Co. sind ein absolutes Muss beim Mountainbiking in Bergen.

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