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23.06.2016 // Wanderausrüstung: Das brauchen Sie in den Tiroler Bergen

Kaum ein Sport ist so vielseitig wie das Wandern. Die Bandbreite reicht vom gemütlichen Spaziergang im flachen Gelände über Hüttentouren vor malerischer Almkulisse bis hin zum „richtigen“ Bergsteigen oder Klettern auf anspruchsvollen Routen. Umso wichtiger ist es, dass man sich im Voraus über das benötigte Equipment für die jeweilige Tour informiert. Mit Hilfe von Checklisten können Sie kontrollieren, ob Sie auch wirklich an alles gedacht haben.

 

Auf das richtige Schuhwerk kommt es an

An erster Stelle steht selbstverständlich das gut eingelaufene Schuhwerk. Der beste Wanderschuh wird Ihnen nichts nützen, wenn Sie ihn vorher nie getragen haben. Je schwieriger die Route, desto höher sollte der Schuh sein – knöchelhohe Wanderstiefel beispielsweise stabilisieren das Gelenk bei Steigungen optimal und schützen so vor dem Umknicken. Was der Wanderschuh für die Alpen zusätzlich in jedem Fall mitbringen sollte, ist eine rutschfeste Profilsohle aus Gummi, um einen sicheren Tritt zu gewährleisten.

Generell gilt: Je schwieriger das Gelände und je länger die Tour, desto stabiler und hochwertiger muss das Schuhwerk sein. Am besten lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten und wählen dann das passende Exemplar aus. Vergessen Sie dabei nicht ein extra Paar Schnürsenkel mitzunehmen.

 

Auf jede Witterung vorbereitet: Funktionskleidung im Mehrschichtprinzip

Spezielle Funktionskleidung, die atmungsaktiv und wetterfest ist, schützt Sie vor Kälte, Regen und Schnee, aber auch vor allzu starker Sonneneinstrahlung und Hitze. Wenn Sie die Alpen bewandern, kleiden Sie sich am besten nach dem „Zwiebel- oder Mehrschichtprinzip“. Hierbei werden verschiedene Schichten Kleidung übereinander getragen, sodass sie jederzeit aus- und wieder angezogen werden können – je nachdem, wie das Wetter mitspielt.

Wichtig ist, dass Sie sich wohl fühlen und genügend Bewegungsfreiheit haben. Sollten Sie vor der Alpenwanderung noch eine Shoppingtour machen, um die richtige Kleidung einzukaufen, orientieren Sie sich einfach der folgenden Checkliste:

  1. Atmungsaktive Unterwäsche
  2. Fleecejacke oder Fleecepullover
  3. Lange Hosen aus strapazierfähiger Kunstfaser, eventuell eine zusätzliche Regenhose zum Überziehen
  4. Anorak aus wind- und wasserabweisendem Material und mit Kapuze
  5. Mütze oder Hut und Handschuhe
  6. Wanderstrümpfe mit speziellem Fußbett
  7. Leichte Ersatzwäsche zum Wechseln


All diese Kleidungsstücke erhalten Sie in entsprechenden Ausrüstungsfachgeschäften. Falls Sie außerdem Übernachtungen in Bergwanderhütten planen, sollten Sie Nachtwäsche, Hüttenschuhe, Wäsche für den Gasthof und ein Waschset mit Handtuch auf Ihren Einkaufszettel schreiben. Zusätzlich darf dann natürlich auch ein Hüttenschlafsack nicht fehlen, der mit einem Betttuch vergleichbar und für Hütten-Übernachtungen ein Muss ist. Achten Sie beim Kauf stets auf gewichtsreduzierte Waren. Immerhin müssen Sie alles, was Sie mitnehmen, über einen längeren Zeitraum auf dem Rücken tragen.

 

Sicher verstaut: der Wanderrucksack

Um all Ihr Gepäck sicher zu verstauen, benötigen Sie einen funktionalen Wanderrucksack. Idealerweise sollte dieser einige Außentaschen sowie ein gepolstertes Tragesystem mitbringen und ein Fassungsvermögen von etwa 20 bis 30 Litern für eine Tagestour haben. Für Mehrtagestouren sollte der Rucksack 10 Liter mehr fassen.

 

Die Wanderroute in den Alpen stets im Blick – mit der Wanderkarte

Damit Sie sich unterwegs zurechtfinden, ist eine Wanderkarte unabdingbar. Wandertipps vom Hotel Gebhard in FissTopografisch sollte sie sein und natürlich im passenden Maßstab. 1:25000 ist optimal, bei Weitwanderungen tut es zur Not auch eine Karte im Maßstab von 1:50000. Ein Wander- oder Kletterführer bietet zudem weitere Informationen rund um das Wandergebiet und einzelne Etappen der jeweiligen Tour. Kompass, GPS-Gerät und Höhenmesser finden eventuell noch Platz im Gepäck, sind allerdings für leichte Touren keine Notwendigkeit.


Wie umfangreich Ihre Wanderausrüstung für die Alpen ist, hängt immer von der jeweiligen Tour ab. Gutes Schuhwerk, funktionale Kleidung, ein Wanderrucksack und eine Karte gehören jedoch immer dazu – unabhängig davon, ob Sie die sanften Routen wählen oder die Bergriesen erklimmen möchten. Dinge, wie Sonnenschutz, Erste-Hilfe-Sets, Medikamente, Proviant oder ein Handy (auch um in Gefahrensituationen Hilfe zu holen), könnten jedoch ebenso wichtig sein. Sprechen Sie am besten vor dem Aufbruch noch einmal mit einem Bergführer – oder nehmen Sie ihn gleich mit, damit Sie sicher durch die Alpen wandern.

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