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10.07.2015 // Wandern mit Hund – So wird’s gemacht

Hunde lieben es, zu toben und zu laufen. Dementsprechend gern werden sie von ihren Besitzern mit auf Wanderung genommen. Dabei gilt es jedoch einige Dinge zu beachten, damit die Tour sowohl für das Tier als auch den Menschen ein erholsames, stressfreies und vor allem ungefährliches Erlebnis wird.

 

Rücksicht auf den Hund nehmen

Wenn Sie sich dazu entschließen, Ihren Hund mit auf eine Wandertour zu nehmen, sollten Sie im Vorfeld abschätzen, wie viel Sie ihm zutrauen können. Während junge Tiere sehr belastbar sind, sollten alte oder kranke Hunde lieber geschont werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob der Vierbeiner die Strapazen der Wanderung aushält, sollten Sie vorher beim Tierarzt Rat einholen.

Auch wenn Ihr Hund voller Energie steckt und während der Wanderung munter voranschreitet, denken Sie daran, regelmäßige Pausen einzulegen. Vergessen Sie außerdem nicht, genügend Wasser und kalorienreiches Futter sowie ein paar Leckerlis mitzunehmen. Auch ein schattiges Plätzchen für die Rast ist wichtig – vor allem an sehr heißen Tagen. Steigt das Thermometer auf Rekordhöhen ist es vielleicht sogar das beste, den vierbeinigen Freund direkt zuhause zu lassen.

Alpin Life Hotel Gebhard in FissEin weiterer wichtiger Punkt, den einige Wanderer leider öfter missachten: Hunde sind gute Läufer, jedoch keine Kletterer. Die Tiere fühlen sich auf Wegen und Wiesen wohl, meiden jedoch steiniges Gelände. Verzichten Sie daher auf sehr anspruchsvolle Wanderrouten, die Ihren Hund zu sehr strapazieren und überfordern können. Das Risiko, dass dem Tier etwas passiert, ist einfach zu groß.

 

Rücksicht auf die Natur nehmen

Es ist vollkommen normal, dass Ihr Hund an ein paar Grashalmen kaut oder einem kleinen Tier hinterherjagt. Dennoch sollte stets darauf geachtet werden, dass Ihr Vierbeiner nicht übermütig wird. Ein mahnender Blick oder ein Drohen mit der Leine genügt meist, um den Hund wieder zur Fassung zu bringen. Generell sollten Sie Ihren kaltschnäuzigen Gefährten nur frei laufen lassen, wenn er auf Befehle reagiert und immer zu Ihnen kommt, wenn Sie ihn rufen. In Naturschutzgebieten dürfen Sie Ihren Hund generell nicht von der Leine lassen.

Tipp: Verlassen Sie die Wanderwege nicht, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Dann ist die Gefahr, auf wilde Tiere oder bedrohte Pflanzen zu treffen, geringer und die Wanderung gestaltet sich allgemein viel entspannter.

Eine weitere Stress- oder gar Gefahrenquelle ist Almvieh. Stellen Sie sicher, dass Sie mindestens 20, besser 50 Meter Abstand zu den weidenden Kuhherden halten und leinen Sie den Hund an. Besonders Mutterkühe sehen in Hunden oft eine Bedrohung für ihre Kälber und reagieren schnell gereizt. Wenn sich alle entspannt verhalten, können Sie die Tiere jedoch ohne Zwischenfall passieren und Ihren Spaziergang fortsetzen.

 

Rücksicht auf andere Wanderer nehmen

Auch wenn Sie wissen, dass Ihr Vierbeiner ein liebes Tier ist und niemandem etwas tun würde, können sich andere Wanderer schnell bedroht fühlen, wenn ihnen ein freilaufender Hund entgegenkommt. Vor allem auf schmalen Wegen sollten Sie das Tier deswegen immer anleinen. Auch beim Zusammentreffen mit großen Gruppen mit Kindern sollten Sie Ihren Hund immer an die Leine nehmen.

Wenn Sie eine längere Wanderung mit einer Übernachtung in einer Almhütte planen, sollten Sie vorher unbedingt klären, ob Hunde erlaubt sind. Viele Hütten verfügen über große Schlafsäle. Nicht jeder Wanderer wird begeistert über die Gesellschaft eines Hundes sein und auch dem Tier könnte es aufgrund der fremden Menschen schwerfallen, sich zu entspannen.

Wenn Sie diese Tipps bei Ihrer nächsten Wanderung beachten, wird der Ausflug nicht nur für Sie, sondern auch Ihren Hund ein tolles Erlebnis. Gehen Sie Gefahren aus dem Weg und leinen Sie Ihren Liebling gegebenenfalls an, wenn dadurch gewisse Situationen entschärft werden. Ganz wichtig ist, dass Sie immer genügend Wasser für sich und Ihren Vierbeiner dabei haben – denn nicht an jedem Wanderweg gibt es eine Quelle mit frischem Bergwasser.

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