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07.06.2015 // Checkliste: Wanderrucksack richtig packen

Den Rucksack vor einer Wanderung durchdacht zu packen, ist genauso wichtig wie die ideale Einstellung der Gurte und die Wahl der Schuhe. Ein paar einfache, jedoch sehr effektive Tricks helfen Ihnen dabei, Ihren Wanderrucksack so zu packen, dass die nächste Tour im Freien noch mehr Spaß macht und Sie am Ende des Tages definitiv weniger bis gar keine Rückenschmerzen haben.

 

Das Gewicht

Die oberste Regel beim Packen eines Wanderrucksacks lautet: So viel wie möglich zuhause lassen. Packen Sie unnötige Ausrüstung gar nicht erst ein. Eine Faustregel besagt, dass ein durchschnittlich trainierter Mensch maximal 20 bis 25 % seines eigenen Körpergewichts über eine längere Strecke tragen kann. Auch Sportler und Profiwanderer sollten niemals mehr als 30 % ihres eigenen Gewichts mit sich tragen. 

Fragen Sie sich also vor der Wandertour bei jedem Gegenstand, der in Ihrem Rucksack verstaut werden soll: Brauche ich ihn unbedingt und ist er es wirklich wert, die gesamte Strecke getragen zu werden? Sind Sie erst einmal unterwegs, werden Sie sehr wahrscheinlich keinem der daheim gelassenen Dinge hinterhertrauern.

 

Der Schwerpunkt

Wer den Schwerpunkt seines Rucksacks falsch festlegt, riskiert, nach hinten gezogen zu werden beziehungsweise stark ins Schwanken zu geraten. Beides ist anstrengend und erschwert die Wanderung zusätzlich:

  • Um dem entgegenzuwirken, muss der Rucksack so gepackt werden, dass der Schwerpunkt möglichst nahe am Körper liegt.
  • Bei Wanderungen im leichten und ebenen Gelände sollte er sich in etwa auf Höhe der Schulterblätter befinden.
  • Wandert man in schwierigem Gelände, muss der Schwerpunkt etwas weiter nach unten gelegt werden.

Die ideale Schwerpunktverlagerung erzielen Sie, wenn Sie den Rucksack folgendermaßen packen:

  • Schwere Gegenstände wie Kleidung, Essen und Kletterausrüstung werden im Hauptfach in Körper- beziehungsweise Rückennähe gepackt.
  • Das schwerste Ausrüstungsteil kommt auf Höhe der Schultern.
  • Mittelschweres Gepäck wird zur Stabilisierung um das Schwere herum gepackt.
  • In das Bodenfach, das häufig auch durch einen Reißverschluss mit dem Hauptfach verbunden werden kann, wird der Schlafsack oder ein anderer sperriger, jedoch relativ leichter Gegenstand gelegt.
  • Wichtig ist, dass das Bodenfach komplett ausgefüllt ist, um dem gesamten Rucksack eine stabile Basis zu bieten. In das obere Fach, auch Fanny Pack genannt, kommen schließlich „Kleinteile“ wie Wanderkarte, Geldbörse oder Taschenmesser, an die Sie leicht herankommen wollen. 

Generell gilt: Alles so verpacken, dass nichts hin und her rutscht. Andernfalls ist der Körper die ganze Wanderung über damit beschäftigt, diese Bewegungen im Rucksack auszugleichen. Das ist kräftezehrend und schlichtweg unnötig.

 

Die Außenbeladung

Bei der äußeren Beladung des Checkliste für den ideal gepackten Wanderrucksack vom Hotel Gebhard in FissWanderrucksacks gilt es ebenfalls, einige Regeln zu beachten. Hat der Rucksack seitliche Außentaschen, sollten diese stets gleichmäßig bepackt werden, um ein Ungleichgewicht zu vermeiden. In den Taschen können, ähnlich wie im Fanny Pack, kleine, jedoch wichtige Gegenstände untergebracht werden. Entschließt man sich zusätzlich, sperrige Gegenstände wie Kochgeschirr und Zelte an den äußeren Schlaufen des Rucksacks anzubringen, ist es sehr wichtig, darauf zu achten, dass nichts „herumbaumelt“. Andernfalls muss Ihr Körper den unkontrollierten Bewegungen des Rucksacks entgegenwirken und somit zusätzlich Kraft aufbringen – zusätzlich besteht immer die Gefahr, dass Sie im Gestrüpp hängenbleiben.

 

Die Organisation

Vor allem im Hauptfach kann es schnell zu Unübersichtlichkeit und Chaos kommen, wenn Sie den Rucksack ohne System packen. Um der lästigen Unordnung entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, Gegenstände einer „Kategorie“, wie zum Beispiel Essen, Medizin und Hygieneartikel, in unterschiedliche Tüten zu packen. Diese sollten jedoch nie zu prall gefüllt sein, da sie sonst zu viele „tote Winkel“ im Rucksack zulassen.


Den Rucksack für die Wandertour packen – das ist fast schon eine Wissenschaft für sich. Hat man jedoch einmal die perfekte „Pack-Ordnung“ gefunden, fällt das Wandern sehr viel leichter. Merken Sie sich unbedingt, wie Sie den Rucksack perfekt gepackt haben, um das Muster auch bei zukünftigen Wanderungen wieder anzuwenden. So müssen Sie nicht erst erneut, hin- und herprobieren, bis Sie alle notwendigen Wanderausrüstungsgegenstände in Ihrem Rucksack verstaut haben.

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