Ketchup selbst gemacht
9. April 2019

Wir haben große Mengen an Tomaten von meinem Onkel aus der Steiermark geschenkt bekommen, diese waren aufgrund der sehr warmen Temperaturen schon sehr gereift. Wir haben daraus Ketchup gemacht und so geht es. Große weiße Zwiebeln werden in siedendem Öl langsam mit Lorbeerblättern glasig gedünstet. Die Zwiebeln werden herausgenommen, anschließend mit braunem Zucker karamellisiert und mit Apfelessig abgelöscht, alles zu einem Sirup eingekocht, anschließend die gewaschenen Tomaten hinzugefügt. Die geschmorten Zwiebeln werden wieder hinzugefügt, frischer Ingwer, langer Assam Pfeffer und ein wenig Knoblauch werden ebenso zugegeben. Abgeschmeckt wird mit Fisch- und Oystersauce, alles wird bei geringer Hitze langsam eingekocht. Schon Mitte des 18. Jahrhunderts wurde Ketchup als Fertigsauce in den Lebensmittelgeschäften verkauft. Bereits damals wurden unzählige verschiedene Rezepte für die rote Sauce veröffentlicht. Die Basis der Sauce war meist aus Pilzen, Fisch oder Walnüssen. Ebenso gab es die Variante mit Muscheln und Austern.
Herkunft des Namens
Der Name Ketchup geht vermutlich auf das Hokkien-Wort kê-tsiap zurück, das etwa Lake von eingelegtem Fisch bedeutet. Händler brachten solche Saucen nach Malaysia und Indonesien, wo sie kechap oder ketjap hießen.
Weg nach Europa
Niederländische und englische Seeleute brachten die Sauce im 17. Jahrhundert nach Europa. Der früheste schriftliche Beleg des englischen Wortes catchup stammt laut Oxford English Dictionary von 1699 und beschreibt es als high East-India Sauce.
Englische Sauce und Tomaten
Die englische Sauce des 18. Jahrhunderts war dunkel und essigbetont. Tomaten kamen erst relativ spät dazu. Das heutige Tomatenketchup wurde nicht von einer einzelnen Person erfunden.
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