Eigenes Bier, Kellerbier und Pils
8. April 2019

Clemens Papa hat eine kleine Tanzbar in Imst. Die Bar war schon bei meinen Eltern legendär. Das Bier wurde damals ausschließlich für die eigene Bar gebraut. Lange bevor Craftbeer und Home-brewing zum Trend wurden. Clemens wurde wie sein Papa mit dem Brauvirus infiziert. Eines Abends beschlossen wir, unser eigenes Gebhard-Bier zu brauen. Es wurde ein leichtes herbes Bier, das mit der Stammwürze zwischen Kellerbier und Pils liegt.
Kellerbier
Kellerbier ist kein fest definierter Bierstil, sondern eher ein Sammelbegriff für naturtrübe, unfiltrierte Lagerbiere. Laut BJCP ist Kellerbier ein unfiltriertes, unpasteurisiertes, durchgegorenes deutsches Lagerbier, traditionell aus Lagerfässern ausgeschenkt. Es kann etwas trüb sein, aber nicht schlammig.
Pils
Pils ist ein untergäriges, meist klar filtriertes Bier. Ein Pils hat typischerweise eine Stammwürze von rund elf Prozent. Ein Kellerpils ist ein Pils, das naturtrüb ausgeschenkt wird.
Stammwürze
Stammwürze ist der Gehalt an gelösten Stoffen in der Würze vor der Gärung. Kellerbiere haben in der Regel die Stammwürze ihres Grundstils.
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